Salm

Die Salm ist Teil einer Quest, die in der Mobile App von „Die Tore der Zeit“ gelöst werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Quest!

Geschichte

Die Familie Salm, deren Name im Zusammenhang mit einem kleinen Fluss im Einzugsgebiet der Maas steht, wo sie Ländereien besaß, ließ sich 1110 auf dem Berg Donon nieder. Das mächtige lothringische Adelsgeschlecht dehnte sein Herrschaftsgebiet zwischen dem Elsass und Lothringen aus und machte es zu einer Grafschaft.

Die ursprüngliche Burg oder Kernburg wurde um 1205-1225 vom ersten Grafen von Salm, Heinrich III., auf einer Höhe von 812 Metern errichtet. Sie wurde im 14. Jahrhundert durch den Anbau von zwei Befestigungen an der Ostseite erweitert. An der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert verstärkte eine mächtige Befestigungsanlage die westliche Flanke mit einem Bastionsturm, dicken Maueranlagen, neuen Gräben und einer Barbakane, um der Entwicklung der Artillerie zu entgegnen.

Doch bereits 1475-1476 wurde die Burg belagert und konnte den Truppen Karls des Kühnen, der von der Auferstehung des ehemaligen Lotharingiens träumte, nicht standhalten. Daraufhin wurde die Burg von den Garnisonen der Grafen von Salm aufgegeben. Die Abstammungslinie erlosch 1600 mit Johann IX., dem letzten Grafen von Salm.

Die Burg ist seit dem 17. Jahrhundert eine Ruine und wird heute von den sogenannten Wächtern von Salm bewahrt.

Architektur

Salm wurde am Gipfel eines Bergkamms mit steil abfallenden Hängen errichtet und thront auf einem einzelnen Berg im mittleren Breuschtal (frz. Vallée de la Bruche). Der Bau der Burg, von der heute nur Ruinen übrig sind, erfolgte in drei Etappen.

Die ursprüngliche kleine Burg im romanischen Stil war zwanzig Meter breit und weniger als fünf Meter lang. Die Maueranlagen und die dahinter anschließenden Gebäude stellten die Verlängerung eines Turms dar, der den Berggipfel überragte. Der schmale und nicht sehr hohe Glockenturm diente der Beobachtung und Verteidigung, war jedoch kaum bewohnbar.

Die Burg wurde zunächst an der Ostseite um eine Vorburg und eine kleine Oberburg erweitert. Eine erneute Erweiterung erfolgte im Süden mit einer stark befestigten Vorburg, die den Burggraben überragte und die Wanderer noch heute in Form einer Turmruine, einer Reihe von Mauern und geschliffenen Steinen, die die Pfosten eines Tores bildeten, sehen können.

Legende

Man sagt, der Ort werde von einer Frau heimgesucht, die den Regen anhalten kann, wenn sie das Unterholz fegt ...

So wird die Burg heute genutzt...

Der 2004 gegründete Verein „Les Veilleurs de Salm“ besteht aus rund 15 Mitgliedern, den sogenannten Wächtern. Von April bis November verfolgen sie jeden Samstag und jeden letzten Sonntag im Monat ein Ziel: alles tun, was nötig ist, um die alten Gemäuer, die ein Teil der langen Geschichte Salms sind, in ihrer reizvollen natürlichen Umgebung sichtbar zu halten und bekannt zu machen.

Die Erhaltung, der Schutz und die Aufwertung des mittelalterlichen Erbes der Grafschaft Salm sind ihre Hauptbeschäftigung. Dabei werden sie von einem Kulturerbe-Architekten des Départements, einem auf die Zivilisation der Rheinebene spezialisierten Historiker und ehrenamtlich tätigen Archäologen unterstützt.

Das ganze Jahr über empfängt der Verein auch Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Städten und Dörfern auf der Burg, die auf der Suche nach Informationen über das Mittelalter sind, oder auch Architekturstudenten während ihrer Praktika, Jugendliche mit sozialen Problemen und einfache Wanderer.

67130 La Broque, Château de Salm

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